Lose Zahnspangen

Herausnehmbare Spangen

Häufig beginnt die kieferorthopädische Behandlung bei Kindern während des Zahn- und Kieferwachstums, im Übergang vom Milch- zum bleibenden Gebiss. Hier kommen in der Regel zunächst herausnehmbare – oder auch „lose“ – Zahnspangen zum Einsatz.

Herausnehmbare Spangen

Die Hauptwirkung diese Spangenart besteht vor allem in der Beeinflussung des Wachstums der Einzelkiefer und der Position von Ober- zu Unterkiefer zueinander. Als Nebeneffekt sind auch kleinere Bewegungen von einzelnen Zähnen oder Zahngruppen möglich. Da jedoch komplexere Zahnfehlstellungen nicht rein herausnehmbar therapiert werden können, muss oftmals danach eine festsitzende Spange eingesetzt werden.

Neben diesem Hauptanwendungsgebiet kommen lose Spangen auch als Lückenhalter zum Einsatz, wenn Milchzähne durch Unfälle oder Karies vorzeitig ausgefallen sind. Hier verhindern sie, dass die Nachbarzähne in die Lücke kippen und erhalten den Platz solange bis der nachfolgende bleibende Zahn durchbrechen kann.

Des Öfteren dienen sie auch als Stabilisierungsapparaturen, nachdem die festsitzende Spange entfernt wurde, um das erreichte Behandlungsziel dauerhaft zu erhalten.

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Der Hauptvorteil aller herausnehmbaren Zahnspangen ist zugleich auch ihr größter Nachteil: Sie können bei Bedarf – also vor allem beim Essen und Zähneputzen – aus dem Mund heraus genommen werden. Gleichzeitig muss der Patient jedoch dafür sorgen, dass sie trotzdem ausreichend lange getragen werden, um ihre volle Wirksamkeit zu erreichen. Dies bedeutet, dass sie für eine aktive Zahn- oder Kieferbewegung 16-18 Stunden und im Falle der Stabilisierung 7-8 Stunden täglich getragen werden müssen.

Heutzutage sind lose Spangen aber erfreulicherweise keine riesigen „Klötze“ mehr, welche die Sprache behindern und den Speichelfluss übermäßig anregen. Dank neuer Techniken und Materialien werden sie immer graziler und komfortabler, außerdem sind sie in nahezu jeder Lieblingsfarbe herstellbar oder mit lustigen Motiven versehen.

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