Linguale Brackets

Kiefergelenktherapie

Wie zuvor dargestellt, gibt es viele verschiedene Ursachen für eine Funktionsstörung im Kopf-/Kieferbereich. Nach der jeweiligen Ursache richtet sich die individuelle Therapiemaßnahme.

Aqualizer

Bei uns werden CMD-Patienten zu Beginn der Therapie oft mit Hilfe eines Aqualizers behandelt. Beim Aqualizer™ handelt es sich um eine weiche Aufbissschiene, die aus zwei wassergefüllten Bisspolstern besteht. Die Schiene kann im Sinne einer Sofortmaßnahme ohne Abdrücke oder Laborarbeiten bei jedem Patienten eingegliedert werden.

Durch die Wasserfüllung passt sich der Aqualizer – wie ein Wasserbett für den Kiefer – automatisch den anatomischen Gegebenheiten des Patienten an. Die Hauptaufgabe besteht darin, die Kaumuskulatur zu entspannen, die Muskelkoordination zu verbessern und Dysbalancen auszugleichen.

Sind vor allem falsche Bewegungsmuster (z.B. Schluckstörungen, Zungenfehlfunktionen, Sprachstörungen, Muskelschwächen etc.) die Ursache für eine craniomandibuläre Dysfunktion, kann gegebenenfalls die Faceformer-Therapie eingesetzt werden.

Aufbissschiene

Bei einem Faceformer handelt es sich um ein neuro-muskuläres Trainingsgerät aus Silopren, welches im Mundvorhof eingesetzt wird. Durch passive und aktive Muskel- und Funktionsübungen werden Muskelfunktionen, die für Kauen, Schlucken, Sprechen, Atmung, Zahnstellung, Mimik, Hautspannung, Kopf- und Körperbalance von besonderer Bedeutung sind, gestärkt und harmonisiert.

Wurde anhand der Voruntersuchung festgestellt, dass eine fehlerhafte Kiefer- oder Zahnstellung die Ursache für die Funktionsstörung ist, so kann die Behandlung mit Hilfe einer Aufbissschiene erfolgen. Es handelt dabei um eine schmale Kunststoff-Apparatur, die im Ober- oder Unterkiefer getragen wird und von außen nicht sichtbar ist. Später kann die neue Unterkiefer- und Zahnposition kieferorthopädisch oder prothetisch stabilisiert werden.

Eine Aufbissschiene führt den Unterkiefer beim Zusammenbeißen in eine therapeutische Position, durch die eine Entlastung der Kiefergelenke erfolgt. Später muss die neue Unterkiefer- und Zahnposition kieferorthopädisch oder prothetisch dauerhaft stabilisiert werden.

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